GUNDA - Paradiesbau - IDEEN FUNDGRUBE LEBEN

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IDEEN FUNDGRUBE LEBEN
gesellschaftliche Anregungen für eine neues Miteinander nach COVID-19
Christoph Heinzel
unterstützt von Freigeistern,
Gedanken-Akrobaten und Freunden des Lebens


Netzwerk-Denkanlage GUNDA

Kein menschliches Wesen ist heute noch in der Lage, die unzähligen, rasant ablaufenden und komplex verschachtelten Prozesse unserer Welt zu durchschauen. Wir erinnern uns: Alles beeinflusst alles. Wenn man sich das vor Augen hält, ist es doch unglaublich, wie antiquiert die wichtigen Entscheidungen in unserer modernen Zeit für uns noch immer getroffen werden. Eine Handvoll Politiker, die in einem brutalen Wettbewerb zueinander stehen und sich also vornehmlich mit ihrer eigenen Legitimation beschäftigen, sollen unter dem Druck von Lobbyisten und mächtigen Individualinteressen, die nur ihr eigenes Stück Freiheit im Auge haben, einfache Lösungen für unglaublich komplexe Fragestellungen finden. Die Situation verschlimmerte sich kontinuierlich. Bis zum Auftauchen von Covid-19 glaubten manche Menschen, dass sie durch ganz simple Lösungen wie „Ausländer raus“, einem „Brexit“, einem Mauerbau zu Mexiko oder einer anderen Art von erneuter Begrenzung etwas verbessern zu können.

Weil niemand mehr in der Lage ist, das große Ganze noch zu überschauen, sollten wir politisch-, gesellschaftlich- und wirtschaftlich relevante Entscheidungen nicht mehr wenigen, überforderten Menschen überlassen, sondern versuchen, Großrechenanlagen und menschliche Netzwerke mit diesen Aufgabenstellungen zu betrauen. Wie bei Wikipedia könnten dann dort alle Menschen mitmachen, die sich berufen fühlen und ganz basisdemokratisch Vorschläge, Regeln, Formeln und Parameter für ein effektiv-beglückendes, menschliches Zusammenleben einreichen.

Dieser von uns allen betriebene, übergeordnete Verstand, würde dann aus all den vielen Daten und Ressourcen die komplexen Berechnungen für vernünftige Entscheidungen und ein sinnvoll gerechtes Verteilen durchführen und so versuchen, alles Machbare zu ermöglichen. Dieser Prozess wäre dann für jeden transparent und nachvollziehbar, fair und demokratisch, unbestechlich, ehrlich und kontrollierbar (Stichwort Blockchain, dezentrale Protokollierung wie bei Bitcoin). Privates würde natürlich auf Wunsch weiterhin privat bleiben.

Die vernetzte Intelligenz und Kreativität von Millionen von Menschen, in Verbindung mit den modernsten Algorithmen würde zu unglaublichen Ergebnissen führen. Man könnte eine solche "Große, Unterstützende Netzwerk-Denkanlage (GUNDA) auch erst einmal ganz unverbindlich parallel zu unseren gewohnten Strukturen laufen lassen, um zu beobachten, welche alternativen Vorschläge sie zu unseren bisherigen Entscheidungen anbietet. Die Ergebnisse könnten wir dann diskutieren. Dieses Projekt sollte aber stets neutral bleiben und von allen Gesellschaftsschichten, Konfessionen, der Wissenschaft und der Regierung akzeptiert, getragen und mitgestaltet werden.

In der Industrie und in vielen anderen Wirtschaftsbereichen sind Großrechenanlagen mit ihren komplexen Algorithmen schon lange Standard und überhaupt nicht mehr wegzudenken. Weder Automobilhersteller, Geräteproduzenten, Investmentbanken, Marketingagenturen noch Wetterämter kommen heutzutage ohne sie aus.  


Die GUNDA – Das sollte sie leisten:

  • Wünsche und das Befinden der Menschen erfassen
  • Ressourcen von Menschen, Unternehmen und Einrichtungen berücksichtigen
  • Politische Aufgaben und Entscheidungen unterstützen oder ganz übernehmen
  • Aktuelles und historisches Wissen erfassen und dokumentieren
  • Steuermittel und Ressourcen demokratisch verwalten und verteilen
  • Wirtschaftliche Prozesse abbilden und regulierend eingreifen
  • Sinnvolle, öffentliche Projekte vorschlagen, planen, begleiten und kontrollieren
  • Energieversorgung regulieren, überwachen und sicherstellen
  • Freiheitsrechte (Geld oder Ersatzwährung) verwalten, gerecht verteilen, und bei Bedarf Mittel als Kredit bereitstellen
  • Gesundheitsversorgung steuern und regulieren
  • Komplettes Versicherungswesen übernehmen
  • Öffentlichen Personenverkehr und Warenlogistik steuern und optimieren
  • Infrastruktur aller Verkehrsmittel (Bus, Bahn, Luftfahrt, PKW, LKW usw. verbessern
  • Bildungssystem nach den Bedürfnissen der Bevölkerung anpassen und organisieren
  • Verfügbaren Wohnraum er- und vermitteln sowie Neubauprojekte injizieren
  • Arbeit verteilen und steuern sowie gewünschte Jobwechsel unterstützen
  • Bei der Partnersuche und der Freizeitgestaltung helfen
  • Bewertungen von Waren und Dienstleistungen erfassen und zur Verfügung stellen (Bewertungsportal)
  • Austausch von Gegenständen und Dienstleistungen regeln (Stichwort share economy)
  • Katastrophenpläne und Sicherheitsmaßnahmen für alle Prozesse erarbeiten
  • Verbesserungen in allen öffentlichen und privaten Bereichen vorschlagen
  • Wissenschaftliche Ergebnisse erfassen und für alle Aufgaben nutzbar zur Verfügung stellen
  • Kommunikation aller Teilnehmer, Institutionen und Unternehmen ermöglichen
                                           

Es ist unstrittig, dass eine solche Große, unterstützende Netzwerk-Denkanlage schon heute technisch zu realisieren wäre. Viele dieser Funktionen existieren bereits in ähnlicher Form bei Institutionen wie Wikipedia, Facebook, WhatsApp, Google, Ebay, Banken, Versicherungen usw. Durch ein solches System würden sicherlich viele Menschen dort zunächst ihre gewohnten Aufgaben verlieren (Passiert jetzt wahrscheinlich durch Covid-19 ohnehin), könnten aber mit ihren gewohnten Tätigkeiten teilweise wieder in das neue System übernommen werden oder andere Aufgaben finden. Sicherlich müssten wir Lösungen für alle Unternehmer finden, die in die bisherigen Strukturen investiert haben und ihr Geschäftsmodell verlieren, sollten irgendwie entschädigt werden.

An dieser Stelle berühren wir das Kernproblem unserer heutigen Zeit. Wir wissen, dass es eigentlich viel besser laufen könnte, durften es aber bislang nicht ändern, weil ja die vielen tausend, traditionell gewachsenen Regeln, Gesetze, Abkommen und Versprechen nicht gebrochen werden durften. Könnten wir heute wieder neu bei null anfangen (was in den Monaten nach dieser Pandemie möglicherweise tatsächlich der Fall sein kann), stünden uns schlagartig unglaubliche Möglichkeiten offen. In der Vergangenheit, bis zu dieser Krise, zeigte sich kein gangbarer Weg, der all diese unglaublich vielen Einzelinteressen alle „unter einen Hut“ gebracht hätte, auch weil wir nicht annähernd in der Lage waren, alles zu überblicken. Das können nur noch große Rechenanlagen.

Vielleicht sollten wir gerade jetzt, wo es wahrscheinliich nicht mehr zu verhindern ist, dass nun alles wirklich mal richtig kaputt geht, einen kompletten Neuanfang wagen. In jedem Fall sollten wir zumindest schon einmal alle miteinander darüber diskutieren. Wenn wir doch wissen, dass es uns unendlich viel besser gehen könnte, wenn wir unserer heutiges System verändern, finden sich auch die entsprechenden Wege – und jetzt im Schatten von Corona leichter denn je.

Wenn ihr genau hin lauscht, werdet ihr jetzt schon von dem einen oder anderen Politiker Ideen hören, die bis vor ein paar Monaten noch undenkbar waren. Auch ihr dürft ab jetzt eure guten Vorschläge für ein neues, beglückendes Miteinander in die Runde werfen! Nach Corona ist vieles denkbar, was vorher noch als utopisch galt.


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